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Österreichische Malerei des 19. Jhd.

Der Rudolfskai in Salzburg

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cam4 4 Der Rudolfskai in Salzburg

enter Öl, Bleistift, Tusche/Papier, auf Holz aufgezogen, 28,3 x 57,7 cm

source link Inv. Nr.486

Künstler:

http://www.rollerwelt.org/?WEBCAMS=cam-44 LOOS Friedrich

www.livecam44.com 1797 Graz - 1890 Kiel

http://www.krasilnikoff.biz/?WEBCAMS=www.livecam44.com  LOOS Friedrich
Sein künstlerischer Weg begann 1813 und 1816/21 bei Joseph Mössmer (1780-1845) und Joseph Rebell (1787-1828) an der Wiener Akademie. Rebell dürfte den an Lichtwirkungen orientierten Realismus der Landschaften von Loos beeinflusst haben. Mitschüler waren u. a. Thomas Ender (1793- 1875), Johann Fischbach (1797-1871), Friedrich Gauermann (1807-1862) und Johann Michael Sattler (1786?-1847). Neben dem Studium der Natur beschäftigte sich Loos intensiv mit der Landschaftsmalerei des 17. Jh.s. Zwischen 1826 und 1835 hielt er sich in Salzburg auf, wo er den landschaftlichen Teil von Johann Michael Sattlers „Großem Panorama der Stadt Salzburg ausführte". Loos leistete mit seinen in Salzburg entstandenen Landschaften einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung der österreichischen Landschaftsmalerei.

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cam4 4 Der Rudolfskai in Salzburg
Die unvollendete Vedute bietet die seltene und reizvolle Gelegenheit, einzelne Arbeitsschritte des Entstehungsprozesses deutlich verfolgen zu können und gibt einen Eindruck von der genauen Vorarbeit des Künstlers. Vermutlich zählt das Werk zu einer Gruppe von Salzburgansichten aus der letzten Zeit des Aufenthaltes von Loos, ehe er 1835 die Stadt verließ. Mit größter Sorgfalt legte er den klassizistisch strengen Bildaufbau an. Kulissenhaft wirkt der in Horizontalschichten aufgebaute und überschaubar gestaffelte Architektur- und Landschaftsraum. Exakt führte Loos die harte Linearität der Vorzeichnung mit Tuschfeder und Sepiatinte aus. Als nächster Arbeitsschritt folgte die lavierte Untermalung, die beim Dom noch sichtbar ist. Festungsberg mit Festung, Mönchsberg und Untersberg im Hintergrund sind bereits durchgehend in Öl ausgeführt, auch der Himmel ist fertiggestellt. Die souveräne Beherrschung der malerischen Mittel und ein an Lichtwirkungen orientierter Realismus geben die Licht- und Schattenverhältnisse eines wolkenlosen Sommertages wieder. Klare Fernsicht macht selbst die buschbewachsenen Felsabbrüche der Stadtberge erkennbar. Grün- und Grautöne bestimmen den Farbakkord. In der Hinwendung zum Realismus lässt sich die lineare Durchformung von den Romantikern ableiten, jedoch ohne deren gefühlsmäßige Übersteigerung.

 

go to site Literatur
Gabriele Groschner, Thomas Habersatter, Erika Mayr-Oehring (Hrsg.): Meisterwerke. Residenzgalerie Salzburg. Salzburg 2001, S. 130, 132

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