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Österreichische Malerei des 19. Jhd.

Porträt der Erzherzogin Maria Theresia

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cam4 4 Porträt der Erzherzogin Maria Theresia

enter Öl/Leinwand, 76,8 x 62,6 cm

source link Inv. Nr.11111 1979 157, Land Salzburg

Künstler:

http://www.rollerwelt.org/?WEBCAMS=cam-44 DAFFINGER Moritz Michael

www.livecam44.com 1790 Wien – 1849 Wien

http://www.krasilnikoff.biz/?WEBCAMS=www.livecam44.com  DAFFINGER Moritz Michael
Der Bildnis- und Pflanzenmaler begann seine Ausbildung 1801 als Schüler seines Vaters an der Wiener Porzellanmanufaktur. Gleichzeitig besuchte er ab 1802 die Wiener Akademie bei Hubert Maurer (1738–1818). Nach Verlassen der Manufaktur 1812 arbeitete er hauptsächlich als Miniaturmaler. Anregungen fand er u. a. bei Jan Baptiste Isabey (1767– 1855), der 1812 in Wien tätig war, vor allem aber bei Thomas Lawrence (1769–1830), der sich zwischen Jänner und Mai 1819 in Wien aufhielt. Daffinger besaß zahlreiche Schabkunstblätter des Engländers und übernahm wesentliche Kompositionselemente des in ganz Europa gefeierten Lawrence. Damit avancierte Daffinger nach 1820 zum Modeporträtisten der Wiener Gesellschaft. Für das Gästealbum der Fürstin Melanie Metternich (1805– 1854) schuf der Künstler 65 Miniaturbildnisse. Nach 1841 wandte sich Daffinger, zu dessen Freunden Franz Grillparzer zählte, der Blumenmalerei zu.

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cam4 4 Porträt der Erzherzogin Maria Theresia
Mit dunklen Augen blickt die kleine Erzherzogin (1816– 1867) und spätere Königin von Neapel-Sizilien (1837– 1860) den Betrachter an. Die Tochter von Erzherzog Karl (1771– 1847), dem Sieger von Aspern, und Erzherzogin Henriette von Nassau-Weilburg (1797–1829) wurde im Alter von etwa drei Jahren porträtiert. Bei diesem Bildnis, das sich ursprünglich in der Sammlung von Erzherzog Ludwig Viktor (1842–1919) in Schloss Kleßheim befand, handelt es sich um eine leicht variierte Kopie nach Thomas Lawrence. Das Original entstand vermutlich 1819 während des Aufenthaltes von Lawrence in Wien und befindet sich im Kunsthistorischen Museum Wien, NG 153. Für das Bildnis wählte der Künstler den von seinem Lehrer Joshua Reynolds (1723–1792) übernommenen Bildtypus des in freier Natur sitzenden Kindes. Die dunkelrote Vorhangdraperie, eine Würdeform, die Lawrence häufig verwendete, übernahm Daffinger ebenso wie andere Kompositionselemente des Künstlers für seine späteren Bildnisse. Reizend wirkt die Beschäftigung der Prinzessin mit ihren Schuhbändern. Ein Motiv, das die Natürlichkeit des Ausdrucks fördert und von Lawrence mehrfach in Kinderbildnissen angewandt wurde. Daffinger übernahm in seiner vermutlich 1819 geschaffenen Kopie wohl die englische Malweise, wich jedoch im Ausdruck des Porträts und in der Ausführung der Parklandschaft im Hintergrund vom Original ab. Eine von Daffinger geschaffene Miniatur des Bildnisses befindet sich in Privatbesitz.

 

go to site Literatur
Gabriele Groschner, Thomas Habersatter, Erika Mayr-Oehring (Hrsg.): Meisterwerke. Residenzgalerie Salzburg. Salzburg 2001, S. 120

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