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Österreichische Malerei des 19. Jhd.

Bildnis seiner ersten Frau Amalie

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cam4 4 Bildnis seiner ersten Frau Amalie

enter Öl/Mahagoniholz, 76 x 58,2 cm

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Künstler:

http://www.rollerwelt.org/?WEBCAMS=cam-44 MAKART Hans

www.livecam44.com 1840 Salzburg - 1884 Wien

http://www.krasilnikoff.biz/?WEBCAMS=www.livecam44.com  MAKART Hans
Geboren in der ehemals fürsterzbischöflichen Residenz in Salzburg als Sohn eines im Schloss Mirabell tätigen Aufsehers, erhielt Makart ersten Malunterricht 1850/51 bei Johann Fischbach (1797-1871). Nach dem Studium 1861-65 bei Karl Theodor von Piloty (1826-1886) in München, und nach Aufenthalten in England, Frankreich und Italien, wurde er 1869 nach Wien gerufen, wo man ihm Wohnung und Atelier auf Staatskosten zur Verfügung stellte. Hier prägte er den Wiener Ästhetizismus wie kein Künstler vor und nach ihm. Der „Makart-Stil" bestimmte die Kultur einer ganzen Epoche. Mit riesigen theaterhaften Inszenierungen historisierender Motive in leuchtendem Kolorit appellierte Makart an die Sinnlichkeit des Publikums. Sein Anliegen war das Zusammenwirken aller bildenden Künste und damit die Idee vom Gesamtkunstwerk, dem großen Thema der Kunst des 19. Jh.s. Dieses Ideal verwirklichte er als Mittelpunkt und Organisator glanzvoller Feste. Den Höhepunkt bildete 1879 der Festzug der Stadt Wien zur Feier der Silbernen Hochzeit des Kaiserpaares. Makart, als dessen künstlerischer Nachfolger Gustav Klimt (1862-1918) gilt, war mit seiner Handschrift des Skizzenhaft-Flüchtigen, richtungsweisend für die Entwicklung der Malerei nach 1900.

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cam4 4 Bildnis seiner ersten Frau Amalie
Herausfordernd ist der Blick, der in höchste gesellschaftliche Kreise aufgestiegenen Münchner Metzgerstochter, der ebenso wie ihre Haltung Selbstbewusstsein signalisiert. Das Porträt seiner ersten Frau Amalie Roithmayr, das um 1871, zwei Jahre vor dem Tod der Dargestellten entstand, zählt zu einer kleinen Gruppe privater Bildnisse des Künstlers und beeindruckt durch seine lebendige Ausdruckskraft. Die Verbindung zweier verschiedener Malweisen und der Charakter des „Nonfinito" bestimmen ebenso wie die abrupt wechselnden malerischen Effekte den besonderen Reiz dieses Porträts. Das in Lasurtechnik ausgeführte Inkarnat und die skizzenhaft-pastose Pinselschrift bei der Partie von Kleid und Kragen sowie bei den nur flüchtig angedeuteten Händen kontrastieren wirkungsvoll. Das Bildnis befand sich bis zum Tod des Künstlers in dessen Atelier. Amalie wurde von Makart häufig als Modell für seine repräsentativen Gemälde herangezogen. So trägt Caterina Cornaro, in dem am 1. Mai 1879 anlässlich der Eröffnung der Wiener Weltausstellung festlich präsentierten Monumentalwerk „Venedig huldigt Caterina Cornaro", die Züge der Gemahlin. Ein bereits 1867 entstandenes Bildnis zeigt Amalie Makart am Klavier, Oberösterreichisches Landesmuseum Linz, Inv. Nr. G 2274.

 

go to site Literatur
Gabriele Groschner, Thomas Habersatter, Erika Mayr-Oehring (Hrsg.): Meisterwerke. Residenzgalerie Salzburg. Salzburg 2001, S. 134

 

 

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