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Österreichische Malerei des 19. Jhd.

Dachstein mit Hallstättersee

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cam4 4 Dachstein mit Hallstättersee

enter Öl/Holz, 55 x 44 cm
bez. re. u.: STEINFELD

source link Inv. Nr.487

Künstler:

http://www.rollerwelt.org/?WEBCAMS=cam-44 STEINFELD Franz

www.livecam44.com 1787 Wien - 1868 Pisek/Böhmen

http://www.krasilnikoff.biz/?WEBCAMS=www.livecam44.com  STEINFELD Franz
Der Landschaftsmaler, der mit der barocken Tradition brach und großen Einfluss auf die spätere Wiener Landschaftsmalerei ausübte, gilt als Vater der klassischen Biedermeierlandschaft. Von 1802- 1812 studierte Steinfeld an der Wiener Akademie bei Lorenz Janscha (1749- 1812), Martin von Molitor (1759- 1812) und Albrecht Christoph Dies (1755-  1822). Wanderungen führten ihn bis in die Niederlande, wo er die Werke der großen Meister des 17. Jh.s studierte. Ende der 30er Jahre wurde Steinfeld Professor und Lehrer der Klasse für Landschaftsmalerei an der Wiener Akademie. Seine Schüler hielt er konsequent zur Arbeit vor dem Motiv an. In den Sommermonaten entstanden auf Wanderungen durch die Alpenländer kleinformatige Skizzen, die im Atelier zu Gemälden ausgearbeitet wurden. Steinfeld strebte ähnliche Reformen an wie Georg Ferdinand Waldmüller. So forderte er 1848 unter der Devise „Mehr Licht!" die Vergrößerung der Fenster der Landschaftsklasse und stieß damit auf heftigen Widerstand.

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cam4 4 Dachstein mit Hallstättersee
Der Künstler „entdeckte den Hallstätter See als das klassische Bildmotiv der Salzkammergut-Landschaft, welches in der Folge von vielen Künstlern in zahlreichen Versionen immer wieder gemalt wurde. An seine erste Darstellung mit der Ansicht von Hallstatt 1824 ließ er mehrere Variationen anschließen. Dieses Motiv besiegelte gleichsam den in der Luft liegenden Wandel der Landschaftsmalerei. Es ist der Bildausschnitt, der eng und begrenzt, Wasser, Fels und Dachstein in äußerster Zusammenfassung „...zu einem Konzentrat verdichtet". Dem Künstler geht es nicht mehr um die ideale Überblickslandschaft, sondern um eine möglichst naturgetreue Wiedergabe eines bestimmten Ausschnittes mit der Betonung des nah gesehenen Vordergrundes gegenüber Mittel- und Hintergrund. So wird der See vom Bildrand überschnitten. Das Motiv des verkleinerten Bildausschnittes, das allen voran von Waldmüller weiterentwickelt wurde, erschien dem Publikum zunächst banal, wurde jedoch für die Entwicklung der Landschaftsmalerei wegweisend. Die Umsetzung weist romantisierende Züge auf. Dunkel ragt die steile Felswand aus dem See. Eine Zille gleitet lautlos über das Wasser, dessen Klarheit im Vordergrund in eine geheimnisvolle, unergründliche Tiefe übergeht. In feinen Farbnuancen spiegelt die glatten Fläche das pittoreske Gebirge. Die brillante Transparenz der Farben erreichte Steinfeld durch zahlreiche Lasuren und der Verwendung einer sorgfältig grundierten Holztafel.

 

go to site Literatur
Gabriele Groschner, Thomas Habersatter, Erika Mayr-Oehring (Hrsg.): Meisterwerke. Residenzgalerie Salzburg. Salzburg 2001, S. 140

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