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Österreichische Malerei des 19. Jhd.

Der Großvenediger

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source link Der Großvenediger

Öl/Leinwand, 76 x 106,6 cm
bez. Mitte u.: HANSCH

http://www.rollerwelt.org/?WEBCAMS=cam-44 Inv. Nr.414

www.livecam44.com Künstler:

HANSCH Anton

http://www.krasilnikoff.biz/?WEBCAMS=www.livecam44.com 1813 Wien - 1876 Salzburg

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cam4 4  HANSCH Anton
Der Landschaftsmaler studierte an der Wiener Akademie bei Joseph Mössmer (1780-1845). Wie viele seiner Kollegen führte ihn das Studium der Natur ab 1834 auf Wanderungen und Reisen durch die Alpenländer. Ehe sich 1836 erste Erfolge einstellten, koloriert Hansch billige Drucke. Nach 1848 wandte sich der Künstler, nun Mitglied der Wiener Akademie, größeren Formaten zu und erweckte mit spektakulären Motiven wie der Hochgebirgslandschaft das Interesse des Kaiserhauses. Die kommenden Jahre verliefen erfolgreich. Hansch, der sich an Alexandre Calame (1810-1864) orientierte, erhielt 1860 den ersten Preis für Landschaftsmalerei der Wiener Akademie. Große Ausstellungen folgten. 1873 verlor der Künstler durch den Börsenkrach sein gesamtes Vermögen und zog sich nach Salzburg zurück. Hier verhinderte sein plötzlicher Tod die geplante Gründung einer Landschaftsschule. 

 

Der Großvenediger
Getragen von der Aufklärung und ihrem neuen Verhältnis zur Natur begann die geistig-künstlerische Entdeckung der Alpen am Ende des 18. Jh.s. Das Gebirge wurde unter verschiedensten Aspekten entdeckt. Ästhetische, philosophische, gesellschaftstheoretische und naturwissenschaftliche Fragen traten neben ökonomischen Interessen des aufkeimenden Tourismus in den Vordergrund. Man ging daran die Alpen, die zum nationalen Mythos geworden waren, zu erobern. Die Erstbesteigung des Großvenedigers erfolgte 1841, nachdem Erzherzog Johanns Versuch einer Bezwingung im Jahre 1828 scheiterte. Hansch selbst, der hier das Hochgebirge als majestätisches Schauspiel wiedergibt, führte schwierigste Bergtouren durch um die Natur des Hochgebirges beobachten zu können. Vor der respekteinflößenden Grandiosität des schneebedeckten und einem Göttersitz gleichen Gipfel des Großvenedigers verlieren sich über schwindelerregendem Abgrund auf einem hohen Fels kauernde Menschenfigürchen. Der Künstler macht sie zu Zeugen eines großen Erlebnisses. Die Tiefe und Weite des kulissenartig in Schichten aufgebauten Bildraumes bildet die eigentliche Faszination. Hansch, dessen Spezialgebiet die Hochgebirgslandschaft mit ihren aufregenden räumlichen Dimensionen war, schuf ein heroisches Landschaftsbild, das über die Topographie hinausweist. go to site

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cam4 4 Literatur
Gabriele Groschner, Thomas Habersatter, Erika Mayr-Oehring: Meisterwerke. Residenzgalerie Salzburg, Salzburg 2001, S. 128

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