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ROT RED ROUGE

naked girls tube LE BRUN Charles

Portrait des Bildhauers Nicolas le Brun, ca. 1635, Detail

Öl/Leinwand, 86,9 x 69,3 cm

Inv. Nr. 254

 

BALEN Hendrik van / BREUGHEL Jan der Ältere / SNYDERS Frans

Diana, nach der Jagd ruhend, Detail

Öl/Eichenholz, 66,5 x 89 cm, bez. li. u.: HV Balen

Inv. Nr. 419

Studien zu einer Farbe

 

08. März 2008 - 22. Juni 2008


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Studien zu einer Farbe

08. März 2008 - 22. Juni 2008

 

 

Rot ist die auffälligste Farbe, die entwicklungsgeschichtlich schon sehr früh mit symbolischer Bedeutung und damit im archaischen Denken mit magischen Vorstellungen verknüpft wird.

 

Die komplizierte Herstellung des roten Pigments Zinnoberrot (Quecksilbersulfid) aus Quecksilber und Schwefel war nicht nur den Künstlern vertraut, sondern stellte auch für die Alchimisten eine bedeutende rituelle Handlung dar.Rot ist in unserer Kultur und Wahrnehmung die Farbe des Lebens, der Freude, der Leidenschaft und der Liebe, aber ebenso der Aggression und damit verbunden der absoluten Demonstration von Macht.

Die traditionelle europäische Malerei nutzt diese signifikante Vielschichtigkeit der Symbolik der Farbe Rot, die bereits in der Interpretation im klassischen Farbenkanon hin und her schwankt zwischen der Reduktion auf sinnlichen Reiz und reinen Dekor einerseits sowie komplexer ikonographischer Inhalte andererseits.Wird der barocke Bildraum großteils konzeptionell durch Farbe bestimmt, die das gesamte Bildgeschehen zu einem chromatischen Gesamtton vereinigt, ist diese in der modernen Malerei eine stete Entwicklung als Raumfarbe hin zu ihrer Eigenwertigkeit auf unterschiedlichstem Trägermaterial.

 

Das intensive, subjektive Farbempfinden bezogen auf die Farbe Rot erweist sich in der Rezeption moderner, sowie zeitgenössischer Kunst verzahnt, komplex und daher ebenso sehr oft verhängnisvoll wie in der historischer Malerei. In der Ausstellung werden barocke Gemälde Werken der Gegenwartskunst gegenübergestellt.

 

Werke historischer Malerei:

Hendrik van Balen, François Boucher, Antonis van Dyck, Frans Francken, Charles Le Brun, Carl Loth, Kaspar Memberger, Bernardo Strozzi, Paul Troger, u.a.

 

Werke zeitgenössischer KünstlerInnen:

Jean-Marc Bustamente, Sylvie Fleury, Lori Hersberger, Peter Kogler, Kenton Nelson, Hermann Nitsch, Jason Martin, Hubert Scheibl, Eva Schlegel, Jan Voss u.a.

 


Konzept, Organisation, Durchführung: Gabriele Groschner Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Eine Übersicht mit den Führungs- und Veranstaltungsterminen zu dieser Ausstellung finden sie >>hier<<

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