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Holländischer Barock

Seelandschaft mit Segler rechts

Bildinformation:

Seelandschaft mit Segler rechts

Öl/Eichenholz, 35,8 x 32,9 cm
Monogramm an der Bordwand li.: S R

Inv. Nr.552

Künstler:

RUYSDAEL Salomon van

1600/03 Naarden - 1670 Haarlem

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Salomon van Ruysdael lebte vermutlich ab 1616 in Haarlem, das für seine „lantschap-maeckers", Landschaftsmaler gerühmt wurde. Der Onkel von Jacob Isaacksz. van Ruisdael (1628/29-1682) war ab 1623 Mitglied der Haarlemer Lukasgilde, 1648 Dekan, und 1647-69 deren Obmann. Er war zeitlebens angesehen und gutsituiert. Wohlstand erwarb sich Ruysdael neben der Malerei vor allem durch den Handel mit Waschblau für die Haarlemer Bleichen. Die frühen Arbeiten ab etwa 1626 erinnern an das Werk des Esaias van der Velde (1587-1630), der von 1609-1618 in Haarlem tätig war. Neben dem Einfluss von Pieter de Molijn (1595-1661) bestehen große Ähnlichkeiten zu den zeitgleich entstandenen Werken des Jan van Goyen (1596-1656). Ruysdael zählt mit diesem zu den Vertretern der klassisch-holländischen Landschaftsmalerei.

 

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Unter einem weiten, hohen Himmel fahren die Schiffe dahin. Beladen mit Fracht und Passagieren überqueren Ruderboote und Segelschiffe bei voller Besegelung den Kanal. Flüsse und Kanäle waren der einfachste und schnellste Verkehrsweg in dem weit verzweigten Kanalsystem der Niederlande.
Dichte Wolken bedecken das helle Himmelsblau und werfen ihre Schatten auf die vom Winde leicht gekräuselten Wellen. Der Künstler erfasst die Atmosphäre der feuchten Seeluft mittels gedämpfter Tonwerte von Blau und Grau, belebt und aufgehellt mit Weiß. Einen lebhaften roten Farbakzent setzt die am Masttop flatternde Fahne in der Seelandschaft mit Segler links. In beiden Bildern erscheint der tiefe Horizont gegen den dunklen, im Schatten liegenden Vorder- bzw. Mittelgrund in helles, diffuses Licht gehüllt. Hier ein gelbgrüner Uferstreifen mit Rindern, dort die Silhouette einer Stadt mit Kirchturm und Windmühle, davor im Bildmittelgrund das große Rad eines „Overtoom", einer Rollbrücke. Der in leicht verunklärendes Licht getauchte Hintergrund und die weit nach unten gesenkten Wolkenformationen verleihen dem Bildraum Weite. Sorgfältige Detailbeobachtung lässt die Wiedergabe schiffstechnischer Details erkennen, wie die genau ausgeführte Takelage der breiten, für die Fahrt in Binnengewässer tauglichen Segelschiffe. Ruysdael mied in seiner sorgsam differenzierenden Formgebung Dramatik und heftige Naturschauspiele. Die beiden Werke fallen in die letzte Stilphase des Künstlers nach 1650.

 

Literatur
Gabriele Groschner, Thomas Habersatter, Erika Mayr-Oehring (Hrsg.): Meisterwerke. Residenzgalerie Salzburg. Salzburg 2001, S. 30

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