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Französischer Barock

Heroische Landschaft mit Figuren

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Heroische Landschaft mit Figuren

Öl/Leinwand, 111,5 x 153 cm
bez. li. u.: G Poussin f.

Inv. Nr.225

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1615 Rom - 1675 Rom

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 DUGHET Gaspard
In Rom als Sohn eines französischen Kochs und einer Italienerin geboren, lernte Gaspard Dughet, auch Gaspard Poussin genannt, Frankreich nie kennen und stellt somit eine Ausnahme unter den französischen Barockmalern des 17. Jh.s dar. Nur selten verließ der Maler die Ewige Stadt: Kurze Reisen sind nach Mailand, Perugia, Florenz und Neapel belegt.
Die französische Kunst war ihm dennoch nicht fremd, da es in Rom eine französische Künstlerkolonie gab. Sein Schwager Nicolas Poussin (1594-1665), der 1624 aus Frankreich kommend in Rom eintraf, erkannte früh Dughets Talent, nahm ihn mit fünfzehn Jahren bei sich als Lehrling auf und führte ihn in die Landschaftsmalerei ein. Dughet war von seinem Lehrherrn so sehr beeindruckt, dass er auch dessen Namen - Poussin - annahm.
Bereits 1635 wurde der junge Maler selbstständig. Neben Staffeleibildern dekorierte er zahlreiche Paläste und Villen in und um Rom aus. 1657 fand er Aufnahme in die Accademia di San Luca. Dughet starb 1675 in Rom nach langer Krankheit.

 

Heroische Landschaft mit Figuren
Dughets Landschaften entspringen großteils dem Geist der Antike und stellen idyllische, die Wirklichkeit überhöhende Wunschbilder dar, in denen die Personen nur Staffage sind, wie das großformatige Gemälde der Residenzgalerie Salzburg zeigt. Die Komposition des Bildes ist sorgsam gestaltet und gleicht der Abbildung eines Traumes, ohne auch nur im geringsten einen topographischen Bezug zur römischen Landschaft herzustellen. Diese phantastische Vorstellungswelt geht auf den römischen Dichter Vergil (70-19 v. Chr.) zurück, der im poetischen Traumland Arkadien das verlorene Paradies sah, in dem die Menschen in Harmonie und Eintracht mit der Natur lebten. Die Figurenstaffage spielt hier nur eine untergeordnete Rolle, was ihn deutlich von seinem Lehrer Nicolas Poussin unterscheidet.
Als Landschaftsmaler genoss Dughet einen ausgezeichneten Ruf und stand in Rom zeitlebens nur mit dem Franzosen Claude Lorrain (1600-1682) und dem Italiener Salvator Rosa (1615-1673) in Konkurrenz. Beachtlich war Dughets Einfluss auf die englische Landschaftsmalerei des 18. Jh.s.

 

http://www.avesco.ch/informationen/suche/?CLICK-to-CAMS=www-livecam44com Literatur
Gabriele Groschner, Thomas Habersatter, Erika Mayr-Oehring (Hrsg.): Meisterwerke. Residenzgalerie Salzburg. Salzburg 2001, S. 78

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