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Flämischer Barock

Diana, nach der Jagd ruhend

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source Diana, nach der Jagd ruhend

Öl/Eichenholz, 66,5 x 89 cm
bez. li. u.: H V Balen

Inv. Nr.419

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BALEN Hendrik van, BRUEGHEL Jan der Ältere, SNYDERS Frans

um 1575 Antwerpen(?) - 1632 Antwerpen
BRUEGHEL Jan der Ältere
1568 Brüssel - 1625 Antwerpen
SYNDERS Frans
1579 Antwerpen - 1657 Antwerpen

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Van Balen ist der von Rubens am stärksten beeinflusste Kleinfigurenmaler. Er lernte vermutlich ebenfalls wie Rubens bei Adam van Noort in Antwerpen, und hielt sich zwischen 1592 und 1602 in Italien, vorwiegend in Venedig, auf. In Antwerpen errichtete er eine angesehene Werkstatt, in der er viele Künstler, wie zum Beispiel Anton van Dyck und Frans Snyders, ausbildete. Bevorzugt malte van Balen mythologische und historische Szenen und besaß ein großes Repertoire an weiblichen Aktfiguren, das vermutlich seine Popularität begründete. Bevorzugt arbeitete van Balen mit den Landschaftsmalern Rubens, dem älteren und jüngeren Jan Brueghel und Josse de Momper zusammen und schuf mit ihnen sehr qualitätvolle Gemälde.

 

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BRUEGHEL Jan der Ältere
Jan Brueghel d. Ä. wurde Mitglied und 1602 Dekan der St.-Lukasgilde in Antwerpen, nachdem er nach sechsjährigen Aufenthalt in Italien nach Flandern zurückgekehrt war. Neben seinem Künstlerkollegen und Freund Rubens war er der bevorzugte Maler des niederländischen Erzherzogpaares Albrecht und Isabella. Im Unterschied zu van Balen und Rubens unterhielt Brueghel keinen großen Werkstattbetrieb. Brueghel malte vor allem Landschaften und kleinere Blumenstücke, was ihm den Beinamen „Fluweleen Brueghel" (Blumen-Brueghel) einbrachte.



Diana, nach der Jagd ruhend
Diana, die antike Göttin der Jagd und der wilden ungebändigten Natur, widmet sich zusammen mit drei ihrer Nymphen nach den Anstrengungen der Jagd der Körperpflege, und zieht sich dafür auf eine kleine Insel eines Baches zurück. Hendrik van Balen setzt diese idyllische Figurengruppe in eine üppige Waldlandschaft von Jan Brueghel. Zusätzlich zur Landschaft und Figurenstaffage gesellt sich hier in diesem Gemälde eine weitere thematische Gruppe hinzu: das Stillleben der gerade erlegten Beute. Frans Snyders, der aus der Werkstätte van Balens stammt, gilt als Spezialist für die Wiedergabe toter Tiere und als Maler des Jagdstilllebens im Bildvordergrund. Das Erbe der Künstlergemeinschaft Balen/Brueghel übernehmen dessen Söhnen Balen d. J. und Brueghel d. J. in kaum unterscheidbarer Manier. Bei diesem undatierten Gemälde könnte es sich auch um eine Arbeit dieser zweiten Künstlergeneration handeln.



go to link Literatur
Gabriele Groschner, Thomas Habersatter, Erika Mayr-Oehring: Meisterwerke. Residenzgalerie Salzburg, Salzburg 2001, S. 38

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