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Flämischer Barock

Gesellschaftsszene

Bildinformation:

Gesellschaftsszene

source Öl/Eichenholz, 40 x 67,5 cm
bez. re. u.: D J ffranck (f?)

enter site Inv. Nr.28

Künstler:

FRANCKEN Frans III.

1607 Antwerpen - 1667 Antwerpen

click  FRANCKEN Frans III.
Von seinem Vater Frans Francken II. ausgebildet und in dessen Werkstatt tätig wurde Frans III. erst mit 32 Jahren 1639/40 Freimeister. Für kurze Zeit verließ er Antwerpen um sich auf eine Studienreise in die nördlichen Provinzen der Niederlande zu begeben. 1656/57 nahm er die Stelle des Dekans der Antwerpener St.-Lukasgilde ein. Frans Francken III. arbeitete hauptsächlich in der Werkstatt seines Vaters Frans Francken II. und spezialisierte sich auf das Einfügung von Staffagefiguren. Da die Auftragslage für dieses Metier vermutlich nicht gerade gewinnbringend war, betrieb er nebenbei eine Baumwoll- und Leinenhandlung. Ab 1660 können keine weiteren Arbeiten von ihm belegt werden. Stilistisch ist sein Werk sehr eng mit dem seines Vaters verbunden. Den immer wieder in der Literatur erwähnten Beinamen „Rubens´scher Francken" erhielt er erst im Laufe des 19. Jh.s. Diese Bezeichnung und Klassifizierung wird heute nicht mehr für gerechtfertigt angesehen. Gesellschaftsszene Das Bild ist kennzeichnend für Frans Francken III., der seine Werke - so wie in diesem Beispiel - mit „den jongen" signierte.

 

Gesellschaftsszene
An einem mit Pastete, Austernplatte, gebratenem Geflügel, Zitrusfrüchten und Wein gedeckten Tisch amüsiert sich eine illustre Gesellschaft. Diese Speisen, der Wein, der gerade eingeschenkt wird, das Gemälde im Hintergrund der „Danae", die vom betörten Göttervater Zeus in Gestalt eines Goldregens besucht wird, und das kleine Hündchen im Vordergrund, das als Symbol der hündischen Triebhaftigkeit zu Füßen einer amorös-galanten Figurengruppe sitzt, verdeutlichen den eigentlichen Grund dieser Zusammenkunft: Von kulinarischen Kostbarkeiten und Brettspielen unterhalten widmet sich eine Figurengruppe bereits dem verspielten erotischen Zeitvertreib. Der kompositionelle Aufbau des Bildes, im Besonderen einzelne Bildmotive, wie der großzügig von links in den Bildraum drapierte Vorhang, Kostüme und spezieller Gesichtstypus der Figuren, erinnern sehr stark an die Manier Frans Francken II.

 

Literatur
Gabriele Groschner, Thomas Habersatter, Erika Mayr-Oehring (Hrsg.): Meisterwerke. Residenzgalerie Salzburg. Salzburg 2001, S. 50

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